Umgang mit exorbitantem Messergebnis in der Heizkostenabrechnung 

 

BGH, Hinweisbeschluss vom 05.03.2013 - VIII ZR 310/12:  

„Ein Anwendungsfall des § 9 a I. HeizkostenVO liegt auch dann vor, wenn der am Heizkörper abgelesene Messwert aus zwingenden physikalischen Gründen nicht den tatsächlichen Verbrauchswerten entsprechen kann. Dann darf der Vermieter nicht auf der Grundlage des abgelesenen - exorbitanten - Werts abrechnen, sondern er muss den Verbrauch auf der Grundlage des Verbrauchs in den betroffenen Räumen in vergleichbaren früheren Abrechnungszeiträumen oder des Verbrauchs in vergleichbaren anderen Räumen im jeweiligen Abrechnungszeitraum, widrigenfalls verbrauchsunabhängig (etwa nach Wohnfläche), unter Abschlag von 15 % abrechnen. Eine Schätzung eines „Mindestbetrags“ nach § 287 ZPO kommt nicht in Betracht." 

Der Beschluss erging zum Wohnraummietrecht. Er hat sicherlich auch Auswirkung auf die Heizkostenabrechnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft!

 

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