Terrassenüberdachung

 

Fragen: Muss eine von einem Wohnungseigentümer eigenmächtig vorgenommene Terrassenüberdachung auf Antrag eines Eigentümers entfernt werden, falls ja, worin ist dann die Benachteiligung der Wohnungseigentümer zu sehen? Entfällt ein etwaiger Nachteil, wenn der betroffene Eigentümer eine finanzielle Kompensation anbietet?

Antworten: Dass die Terrassenüberdachung eine bauliche Veränderung gemeinschaftlichen Eigentums gem. § 22 Abs. 1 WEG ist, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Gleichwohl besteht eine Beseitigungspflicht nur, wenn die übrigen Wohnungseigentümer einen Nachteil gem. § 14 Nr. 1 WEG erleiden. Dieser Nachteil bestehe ungeachtet einer etwaigen optischen Beeinträchtigung jedenfalls dann, wenn die Baumaßnahme die Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums in Zukunft erschwere.

Der zu bejahende Nachteil entfalle nicht, wenn der betroffene Eigentümer der Gemeinschaft eine finanzielle Kompensation anbiete. Dieser Schritt sei allenfalls ein Mittel, die Miteigentümer zur Erteilung der Zustimmung zu bewegen (so BGH, Urteil vom 07.02.2014 - V ZR 25/13).

An dieser Stelle: Herrschende Meinung ist zusätzlich, dass die Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer nur durch Eigentümerbeschluss möglich ist!

 

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